Trans* und die lieben Verwandten... Nr. 1Eigentlich könnte alles sehr einfach sein, wenn die liebe Verwandtschaft
nicht wäre.
Oder man wird überhaupt erst wahrgenommen, wenn man sich geoutet hat, weil man plötzlich so furchtbar interessant ist für andere.
Ich habe damals an alle Verwandten zur gleichen Zeit einen Brief geschrieben,
so dass es kein langes Gerede hinter dem Rücken gab. Nur mit den Eltern ist das meistens ein wenig anders. Scheinbar ist es im allgemeinen so: Je näher man verwandt ist, um so schwieriger ist es für die Betreffenden, damit klarzukommen. Auch da gibt es zum Glück positive Ausnahmen, welche die Regel bestätigen. Jedoch ist es schon auffällig, dass ein nicht gerader kleiner Anteil transidentischer Menschen, Probleme mit den Eltern hat, wenn es um die Akzeptanz der neu gewählten Identität geht. Hier sehen wir als TransFamily einen wichtigen Punkt, in dem wir unsere Hilfe anbieten möchten: Informationen anbieten und bei Bedarf auch vermittelnd tätig werden, denn gerade in einer solchen schwierigen Lebenssituation kann man jegliche Unterstützung oder wenigstens Akzeptanz durch die eigene Familie und Verwandtschaft sehr gut brauchen. von Stephan |