Meine Geschichte |
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Alles begann vor knapp 16 Jahren. Da war ich gerade 13, als mir zum ersten
mal bewusst wurde, was ich von mir und meinem Leben erwartete. Tief in mir wusste ich, dass ich eine Frau bin. Also ließ ich meine Haare wachsen, kleidete mich mehr und mehr feminin. Und meine Passänderung war auch ein leichtes, da ich mit den Gutachtern, die man ja "leider" braucht, sehr gut zurecht kam. Und Ende November `04 war es dann soweit: meine Operation stand kurz bevor. Es war am frühen Abend des 21.11.ten, als ich in der Klinik in Weiden
in der Oberpfalz, eintraf. Ein trüber, verregneter Sonntag... Nach dem Essen kam einer der vielen Ärzte zu mir, dessen Namen ich beim besten Willen bis heute nicht aussprechen kann, und klärte mich über mögliche Risiken auf. Das war dann also mein erster Tag in der Klinik. Ich langweilte mich zu tode, sah noch ein wenig Fern und irgendwann machte ich endlich die Augen zu... Geweckt wurde ich recht früh, als die Visite kam (Was wollten die vielen Leute von mir, mir ging es doch noch gut...???). Der Montag gestaltete sich auch recht gemütlich. Ein Gespräch mit dem Narkosearzt, dann Essen... Am Nachmittag hatte ich dann noch ein Gespräch mit Dr. K., er sollte die OP am nächsten Tag bei mir vornehmen. Er nahm mir ein wenig meine Angst, die ich trotz allem hatte, und zeigte mir auf meinen Wunsch hin Bilder einer Operation MzF. Die Nacht vor der OP war kurz, ich lag lange wach und dachte an alles
Mögliche. Ich "durfte" Thrombose-Strümpfe anziehen und dann noch
so ein schickes Hemdchen... Knapp acht Stunden später wurde ich wach. So halbwegs zumindestens. Irgendwann, es muß so gegen 22 Uhr gewesen sein, wurde ich wieder klarer im Kopf. Nach einer fast schlaflosen Nacht (irgendetwas piepte bei jeder Bewegung...) wurde ich am frühen morgen von einer Schwester geweckt. Sie teilte mir mit, dass alles in bester Ordnung sei und ich mich auf der Intensivstation befände. Ich wurde gewaschen und wir unterhielten uns recht gut miteinander. Zu meinem Erstaunen war ich zwar müde, aber nicht halb so benebelt, wie ich es mir ausgemalt hatte. Später kam dann Dr. K.mit seinem Team um nach dem rechten zu sehen.
Ich konnte mehr als zufrieden sein. Aber am wichtigsten war, dass ich
endlich ein Glas Tee zu trinken bekam. Vertieft in diese Gedanken wurde ich ganz plötzlich hellwach!! Da
war doch noch was... Die Schmerzmittelpumpe, die ich noch auf der Intensivstation bekam, ließ ich am dritten Tag entfernen. Schmerzen hatte ich nur beim Lachen oder bei schnellen Bewegungen. (Wenn man von schnell reden kann...) Auch das Aufstehen wollte gelernt sein. Ein Pfleger und zwei Schwestern
waren vonnöten, um mich nach den ersten drei Schritten wieder aufzurichten.
Mein Kreislauf... Trotzdem lag ich danach grinsend im Bett - meine ersten
Gehversuche!! Von da an ging es aufwärts. Ich unternahm jeden Tag immer längere
Ausflüge in den Klinik eigenen Garten. Mir ging es von Tag zu Tag
besser. Dann wurde mir noch gezeigt, wie ich mit dem Stent umzugehen habe, damit
das neue Kunstwerk auch erhalten bleibt. Nach zwei Wochen habe ich zu
einem Dildo gewechselt. Auch das klappt einwandfrei. Jetzt, nach knapp 8 Wochen kann ich nur sagen, dass ich es jederzeit wieder machen würde. Besonders hervorheben möchte ich, dass Herr Dr. K. auch menschlich ein Ass ist. Das hat meinen Aufenthalt um einiges erleichtert. In den nächsten Wochen werden noch die Nach-OP und der Brustaufbau
stattfinden. Michelle Fragen bitte an info@transfamily.de, wir werden Mails an Michelle weiterleiten
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Photos hierzu im Schutzbereich |