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Dieser Text soll niemanden zu Selbstversuchen aufmuntern,
sondern jeder soll schauen, dass er sich von einem Experten (Arzt oder
Krankenschwester) informieren lässt bevor er anfängt sich selbst
Injektionen zu geben. Wir übernehmen auch keine Verantwortung für
eventuelle Probleme oder Unfälle, die nach dem Lesen und Anwenden
dieses Textes entstanden sind, und wir geben keine Garantie dass die unten
stehende Informtaion korrekt ist.
Da trotzdem immer wieder Fragen aufkommen, geben wir hier eine kurze
Anleitung zu der intramuskulären Injektion von Hormonpräparaten.
Vorgangsweise für die intramuskuläre Injektion von Hormonpräparate
in Öl.
- Selbstversändlich soll man Kanülen und Spritzen nicht wiederverwenden
(schon gar nicht die von anderen Menschen), sondern nur dann wenn sie
direkt aus der intakten, sterilen Verpackung kommen.

- Du kannst entweder eine oder zwei Kanülen verwenden. Wenn eine
für sowohl Spritze auffüllen als injizieren verwendet wird, dann
sollte die Kanüle 0,8 bis 0,9 mm Durchmesser haben. Da die Öllösung
in der Regel sehr zähflüssig ist, kann das Injizieren mit
0,8 mm-Kanüle sehr langam sein, und ich würde deshalb 0,9
mm empfehlen. Wenn man zwei Kanülen verwendet, kann man für
das Auffüllen der Spritze eine 1,2 mm-Kanüle nehmen, weil
die Spritze sich dann schneller füllen lässt. Da die Kanüle
beim Auffüllen oft stumpf wird und so schwer durch die Haut geht,
ist es auch aus diesem Grund sinnvoll, zwei Kanülen zu verwenden.
1 ml mit einer 1 ml-Spritze zu injizieren ist schwer (wenn auch nicht
unmöglich), deshalb empfiehlt es sich für diese Menge 2 ml-Spritzen
zu verwenden. Sowohl Kanülen, als auch Spritzen sind sehr preiswert
und problemlos in der Apotheke zu erhalten.
- Wärm die Ampulle in Deinen Händen eine Weile, um das Öl flüssiger
zu machen.
- Zwar geht die Medizin immer mehr davon weg, aber es schadet nicht
wenn man die Injektionsstelle vorher mit eine Desinfektionsflüssigkeit
sauber macht.
- Die beste und sicherste Injektionsstelle ist das äussere, oberen
Viertel vom Hinterbacken (oder anders gesagt "auf Hüftknochen-/Beckenkammhöhe
um 4 (oder 8 wenn links) Uhr"), oder den oberen, äusseren Oberschenkelmuskel
(etwa halbwegs zwischen Knie und Hüfte). Sie sind beide gut. Hauptsache
man trifft auf wenigstens 5 cm Fett- und Muskelmasse, ohne Knochen,
Nerven oder grössere Blutgefässe.
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Die richtige Stelle am Hinterbacken kannst Du so finden:
Setze den Daumen der linken Hand auf die Aussenseite und den oberen
Rand Deines Hüftknochens. Bewege dann den Zeigefinger im Bereich
zwischen 4 und 8 Uhr. Überall dort ist es ok zu spritzen.
Testosteron kann man in jeden großen Muskel spritzen, im allgemeinen
wird vom Arzt der Gesäßmuskel gewählt.
Einige haben auch mal in den Oberschenkel / Oberarm gespritzt, das
hat dann aber tagelang weh getan, geht zwar, ist aber offensichtlich
nicht zu empfehlen.
Damit man mal sieht wohin man in einen durchschnittlichen deutschen
Hintern stechen kann,
hier ein Bild von einem solchen, rot markiert die Bereiche die zum
Spritzen geeignet sind.
- Wenn Du die Hormone aus einem Gefäss mit Gummistopfen ziehst:
Zieh zuerst den Kolben zurück, so dass sich die Spritze mit Luft
füllt. Die Luftmenge soll die Injektionsmenge + 1,3 ml sein. Drück
dann die Kanüle von oben durch den Stopfen hinein, so dass die
Spitze in der Luft ist, drück die Luft in der Spritze ins Gefäss
hinein.
Wenn Du die Hormone aus einer Glasampulle ziehst: Brich die Ampulle
bei der Markierung auf, je nach Ampullentyp entweder mit der mitgelieferten
Glassäge oder mit dem Daumen auf dem markierten Druckpunkt. Halte
die Kanüle in die Ampulle ohne das die Spitze an den Glaswänden
kratzt.
 
- Achte darauf dass die Kanülenspitze in dem Öl ist (nicht
in der Luft, oder gegen die Glaswände), und saug die Flüssigkeit
langsam auf. Nimm ein Bisschen mehr als was Du injizierien möchtest
(im Falle dass Du 1ml-Glasampullen hast, wird dass wohl die ganze Menge
sein). Vermutlich werden einige kleine Luftblasen in dem Öl zu
sehen sein - das ist normal. (Wenn Du aus einem Gefäss mit Gummistopfen
die Lösung holst, injizierst Du, mit der Spitze noch nach oben
in der Lösung, d.h. dass Gefäss mit dem Boden nach oben, die
überschiessende Menge, gesamt Luftblasen, vorsichtig zurück
in das Gefäss.)

- Zieh die Kanüle heraus (mit der Spitze noch nach oben falls das
Hormon in einem Gefäss mit Gummistopfen ist). Falls Du eine zweite
Kanüle für die Injektion verwenden willst, wechselst Du jetzt.
Versichere Dich dass die neue Kanüle gut auf der Spritze sitzt.
- Mit der Kanüle nach oben gerichtet, gib der Spritze leichte Schläge
mit dem Finger und drück langsam die letzten Luftblasen hinaus.
So wirst Du vermutlich ein bisschen von der Lösung verlieren, aber
es ist wichtig die grösseren Luftblasen zu entfernen. Du musst
Dir aber keine Sorgen um Luftblasen, die so klein sind dass man die
kaum sieht, machen.
- Falls Du Dich bewegen musst bevor Du die Injektion machst, setz die
Kanüle zurück in die Schutzhülle, so dass Du die Spritze
zur Seite legen kannst. Einige bevorzugen zu stehen bei der Injektion
(z.B. vor dem Spiegel, um zu kontrollieren, was man tut) andere liegen
am liebsten auf dem Bauch. Jedenfalls sollte die der Muskel der Zielpartie
entspannt sein. Wenn möglich lass jemanden, für den/die Du vertrauen
hast, injizieren; so ist es viel einfacher.
- Nimm die Kanüle aus der Schutzhülle, nimm einen festen Griff
um die Spritze (kein Finger auf dem Kolben), setz die Spitze gegen Deine
Haut und drück die Kanüle, rechtwinklig zur Haut, hinein zu
einer Tiefe von 2,5 - 3,5 cm. Ausser beim Einstich in die Haut sollte
nicht viel Schmerz zu verspüren sein. Wenn die Kanüle einmal
drin ist, versuch Dich still zu halten, so dass die Muskel sich nicht
um die Kanüle bewegen.
- Wärend Du noch die Spritze aussenrum hälst, zieh den Kolben
ein bisschen zurück, um sicher zu gehen dass Du kein bedeutendes
Blutgefäss erwischt hast (Dieser Test nennt sich aspirieren). Wenn
Du kein Blut siehst, dann injizierst Du ganz langsam die Öllösung.
Wenn Du Blut siehst, dann ziehst Du die Kanüle wieder heraus und
(eventuell nach austauschen der Kanüle) versuchst Du wieder ein
paar Zentimeter entfernt vom ersten Einstichpunkt, oder auf der anderen
Seite des Körpers.
- Zieh die Kanüle wieder heraus und setz sie in der Schutzhülle
zurück. Entsorg die Kanüle, so dass kein Risiko besteht, dass sich
jemanden später daran verletzt.
- Es ist normal, dass eine geringere Menge Öl und/oder Blut herausfliesst
durch die Injektionswunde, da die Kanüle doch recht grob ist. Wenn Du
ein sehr ordentlicher Typ bist, kannst Du ein Pflaster über den Einstichpunkt
setzen, aber es ist nicht notwendig.
Diese Information ist basiert auf dem Hormone Therapy-FAQ
bei http://savina.com/confluence/hormone/f2m/ (Seite scheint leider inzwischen
verzogen zu sein) und für europäische Verhältnisse umgeschrieben
und ergänzt
Fragen, die wir gehört haben:
Ich habe nach der letzten Injektion einen roten, wunden, heissen Fleck
um die Einstichstelle. Warum?
Das klingt nach einer Entzündung. Wenn man die Haut verletzt, wie
eben mit einer Kanüle kann es sein dass man Hautbakterien (zB Staphylokocken)
unter die Haut bringt. Wenn diese nicht sofort von der Immunabwehr des
Körpers entfernt werden, kann es sein dass sie eine Entzündung
verursachen. Normalerweise verschwindet die wieder in ein paar Tagen,
wenn nicht soll man einen Arzt aufsuchen und sich einen Antibiotikum verschreiben
lassen. Da solche Infektionen sich sehr gefährlich entwickeln können
(Sytemische Infektion/Blutvergiftung; was aber sehr selten passiert) soll
man sich gut beobachten und wenn man mehr allgemeine Probleme (Fieber,
Kopfweh,...) bekommt, soll man sofort einen Arzt/eine Notaufnahme aufsuchen.
Als ich letzens die Kanüle wieder rausgenommen habe, kam eine grosse
Menge Blut herausgespritzt. Ist das Gefährlich?
Vermutlich war es wohl nicht soo viel, aber Blut sieht nun mal immer
viel mehr aus als es ist. Man spritzt im Pobacken oder im Oberschenkelmuskel
eben um zu vermeiden dass man grössere Blutgefässe (oder was
anderes wichtiges) trifft. Trotzdem kann es sein, dass man die Kanüle
durch ein mittelgrosses Blutgefäss sticht. Dann spritzt bei der Entfernung
der Kanüle Blut heraus. Das ist nicht gefährlich, sondern heisst
eher dass die Einstichwunde danach sauber ist. Man muss in der Regel nur
kurz Druck auf dem Einstichpunkt halten, dann hört es schon auf zu
bluten. WICHTIG ist aber, dass man nicht in einem Blutgefäss hineinspritzt,
da erstens die Hormone so den Körper schnell wieder verlassen, zweitens
die Leber unnötig strapaziert wird, deshalb soll man immer aspierieren,
bevor man mit der Injektion anfängt.
Es tut nach der Injektion weh, aber es ist nicht rot oder heiss, was
ist falsch?
Vorausgesetzt es wurde richtig gespritzt in der korrekten Stelle... es
besteht immer eine Gefahr, dass man ein kleineres Blutgefäss verletzt
mit der Kanüle. Dadurch entsteht dann eine kleine Blutung im Muskel
und die kann schon ordentlich weh tun, ein interner blauen Fleck sozusagen.
Sollte in 2-3 Tagen wieder in Ordnung sein. Wenn nicht, oder wenn der
Schmerz so stark ist, dass man annehmen muss das beim Spritzen was falsch
gelaufen ist - zum Arzt gehen!
Wie entsorge ich eine Spritze?
Spritzen und Nadeln können ganz einfach in den normalen Hausmüll
geworfen werden.
ABER damit sich niemand versehentlich verletzen kann, sollte man eine
ganz bestimmte
Vorgehensweise beachten.
Nadel
mit Plastikhülle
Die Nadeln Bild werden in einer Plastikhülle geliefert, da kann man
die Nadel nach Gebrauch wieder reinstecken.
Nadel
in Plastikhülle
Leider kann die Nadel aus diese Plastikhülle rausfallen, etwa durch
Schütteln oder Stöße.
Besser ist es die Nadeln nach Gebrauch in das oberere Ende des Kolbens
zu stecken,
"Nadeln
sichern"
dann den Kolben in die Spritze runterdrücken, damit werden die Nadeln
fest eingeklemmt und können sich nicht mehr Ausversehen lösen
und jemanden verletzen.

Dann kann das Ganze unbesorgt in den Hausmüll wandern.
Man kann auch seine Nadeln sammeln und diese von Hausarzt entsorgen lassen.
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