Beseitigung der Stenose, Jan 2005 (Erfahrungsbericht Nr. 4, Teil 2)VorgesprächDa die Röntgenbilder bezüglich Lage und Ausmaß der Stenose
nicht eindeutig waren, wurde mir im Aufklärungsgespräch der
schlimmste Fall erklärt. Ist der verengte Bereich zu groß,
muss mit Spalthaut aus dem Oberschenkel eine neue Harnröhre konstruiert
werden. Das hieße in der ersten OP würde die Spalthaut an die
entsprechende Stelle transplantiert und in einer zweiten OP nach 6 Monaten
die Harnröhre neu konstruiert. Für die Zeit dazwischen läge
der Harnröhrenausgang dann hinter dem Bereich der Stenose. Ich war
ehrlich gesagt etwas schockiert darüber, schließlich hatte
ich mich unter anderem deswegen für eine Metaidoioplastik entschieden,
weil nichts transplantiert werden muss. Korrektur-OPDie OP begann um 12:30 Uhr, um 15 Uhr war ich schon wieder wach. Was
genau gemacht wurde erfuhr ich erst am nächsten Tag, dass es ohne
Spalthaut ging verriet mir aber schon das Abtasten der Oberschenkel. Postoperativer VerlaufIch hatte einen Tag Bettruhe und anschließend drei Tage Schonung. Ich habe mich sehr schnell von dem Eingriff erholt. Am 9. Tag wurde der Katheter gezogen und endlich, nach fast drei Monaten, ging das Wasserlassen wieder richtig gut. Zur Sicherheit blieb der Bauchdeckenkatheter noch drei Tage liegen. Nachdem im Ultraschall kein Restharn festgestellt werden konnte wurde am 12. Tag auch der Pufi gezogen. Am nächsten Tag wurde ich entlassen und fühlte mich da schon das erste mal seit drei Monaten wieder richtig fit und gesund. Vorläufiges FazitNeben dem Verschluss unten war für mich am Wichtigsten mich im Fall
der Fälle an den nächsten Baum stellen zu können. Seit
mittlerweile vier Wochen kann ich problemlos urinieren und nach ein paar
Vorübungen zu Hause habe ich mich auch schon mehrfach erfolgreich
am Pissoir versucht. In diesem Punkt wurden meine Erwartungen also voll
erfüllt. |