Mastektomie im Uniklinikum Aachen am 06. September 2004 |
Photos zu diesem Bericht sind im Schutzbereich zu findenAm Freitag, den 03. September 2004 sollte ich mich zur vorstationären Aufnahme im Uniklinikum Aachen einfinden. Es gab Probleme mit der Regelung der Bezahlung, da ich über meinen Vater beihilfeversichert bin und es nicht richtig geklärt wurde, ob ich denn nun Vorauskasse hätte leisten sollen oder nicht. Mit der Kostenübernahme der Beihilfestelle (die ich im Hotel hatte liegen lassen und die meine Mum mir erst mal faxen musste) und der aktiven und freundlichen Mithilfe seitens des Aufnahmepersonals konnte dies aber geklärt werden, und die vorstationäre Aufnahme konnte beginnen. Ich führte ein OP-Aufnahme-Gespräch mit dem Oberarzt Dr. Heindrichs, es wurde Blut abgenommen und das Anästhesie-Aufnahmegespräch geführt. Den Rest des Tages verbrachte ich damit, mich mit Yannick sehr gut zu unterhalten, der während des gesamten 3-4-Stunden-Procederes (was an den "Verwirrungen" lag, ist normalerweise nicht so lang) auf mich gewartet hatte J und damit, mit meinen Eltern essen zu gehen, die sowohl zur Mastektomie als auch zur Hysterektomie mitkamen [und mich täglich besuchten!] und sich in ein günstiges Hotel in der Nähe einquartiert hatten J.
Montag, 06. September, Tag der OP Ich wache auf. Ich checke zuerst einmal überhaupt nicht, wo ich bin und was für ein Film da läuft, aber dann wird es mir bald klar: Die Dinger sind weg!! Ich schaue an mir 'runter, denke "na ja, also viel weniger isses ja nicht" und schlafe wieder ein. Beim zweiten oder dritten Aufwachen merke ich dann, dass ich ja einen dicken Verband trage, unter den ich ein wenig linsen kann, was mir reicht (habe den Operateuren ja vertraut), um wieder einzuschlafen. Mir war nach einer dieser Aufwachphasen auch etwas schlecht, aber da ich (irgendwann zuvor) ein Mittel gegen die Übelkeit bekommen hatte, die ich "normalerweise" durch die Anästhesie habe, war das ganz ok. Meine Eltern seien auch da, sagte man mir kurz bevor ich auf mein Zimmer gefahren wurde, und ich dachte, "was, schon gegen 12 Uhr??"; sie kamen aber erst gegen 15.30 in mein Zimmer, wie ich es ihnen 'aufgetragen' hatte (ich finde das schrecklich, immer wieder wegzupennen, wenn man Besuch hat). Zu der Zeit war ich noch, bzw. wieder, sehr bleich und mir wurde auch wieder etwas schlecht; das hat sich aber bald wieder gelegt. Ich freute mich sehr über die Blumen und den Besuch meiner Eltern, die ähnlich bleich waren ;) Links und rechts neben mir lagen meine Arme auf Kissen gebettet, darüber die Schläuche der beiden Drainageflaschen, damit die Wundflüssigkeit gut ablaufen konnte. Irgendwann vor (vielleicht auch nach, das weiß ich nicht mehr genau) dem Besuch meiner Eltern kamen Herr Dr. Faridi, Herr Dr. Heindrichs und Frau Dr. Piroth herein, um meine Brust zu begutachten. Sie waren sehr zufrieden, und ich auch J. Am Abend bin ich dann schon wieder aufgestanden und 'n bissel auf die Dachterrasse hinausgelaufen; mir war kaum noch schummerig und ansonsten ging's mir echt gut. Schmerzmittel, die mir von den Schwestern und der Nachtschwester (tgl.) angeboten wurden, habe ich mir, glaube ich, zwei Mal präventiv geben lasen, habe sie aber nicht gebraucht. Es ziepte und drückte zwar etwas, aber das war kein Problem. Dienstag, 07. September Ein Zugang wurde dann auch gezogen. Es war ein seeehr gutes Gefühl, wieder zumindest eine Hand "frei" zu haben Der Tropf am Zugang der anderen Hand wurde noch bis zur meiner Entlassung drangelassen. Über ihn erhielt ich drei Mal am Tag eine Flasche eines Antibiotikums. Und die ersten Anrufe trudelten ein ;). Ich verbrachte den Tag also mit Telefonieren, Lesen, Fernsehen [man hat dort einen nach allen Richtungen schwenkbaren TFT-Bildschirm J], Musik hören, gelegentlichem Laufen und auch den ersten Rauch-Versuchen. Schmecken scheußlich, die Dinger, selbst nach so kurzer Zeit Abstinenz! Mittwoch, 08. September Die Schwestern und die Ärzte waren die gesamte Zeit hindurch sehr nett, es gab nichts zu beanstanden, außer, dass die Kommunikation klinik-/pflegepersonalintern etwas zu wünschen übrig ließ, deshalb habe ich manchmal die Visite, die zum Teil zwei Mal pro Tag kam (das lag an meinem Wahlarztvertrag, denke ich, oder daran, dass man dachte, ich sei privat versichert), und ich beim zweiten Mal nie genau wusste, wann, verpasst. Heute kommt Andrea, eine Freundin aus Frankfurt, mich von ihrem Praktikum in Bochum aus besuchen; außerdem sind Yannick und ein anderer TM da. Alle finden sie mein Ergebnis schön J [btw: meine Eltern sowieso, sie hatten große Angst, dass ich "zerschnitten" werden würde und sind sehr begeistert vom Können der beiden Ärzte]. Donnerstag, 09. September Das Essen ist übrigens nicht so der Hit, aber man bleibt ja nicht ewig im Krankenhaus. Ebru, eine Freundin aus Stuttgart, kommt J. Sie bleibt sogar über Nacht, sodass ich sie am nächsten Tag auch noch mal kurz sehe, und Yannick auch, der an diem Tag auch da ist (also Freitag). Freitag, 10. September Samstag, 11. September, Tag der Entlassung [Sie behielt recht, denn in den folgenden Tagen veränderte sich an der linken Seite nichts zum Negativen.] Ich freue mich total, dass ich nach Hause darf, und packe meine 2 Tonnen, die sich durch die vielen Mitbringsel meiner Eltern und Freunde angesammelt haben. Nur gut, dass mein Vater so viel von dem Zeug schleppen kann ;) Auf der Nachhausereise, die einige Stunden dauert, auch deshalb, weil ich immer wieder laufen muss (->Thrombosegefahr, da darf man nicht so viel sitzen), merke ich schon noch, dass ich 'ne OP hinter mir habe, da ich doch noch relativ schnell ermüde, was sich aber in den darauffolgenden Tagen stetig bessert. Ach ja, und es ist schön, mal wieder richtig gut zu essen ;) Ansonsten lasse ich nun mal die Bilder für sich sprechen. Allerdings solltet Ihr mir noch ein kleines Fazit erlauben: Ich empfehle sowohl das Krankenhaus, wie auch Herrn Dr. Faridi, der mittlerweile in Köln-Porz operiert (entgegen meiner bisherigen Annahme auch weiterhin Kassenpatienten J), Herrn Dr. Heindrichs und Frau Dr. Piroth, die weiterhin in Aachen operieren, guten Gewissens weiter J. Und noch was Persönliches:
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