Ein ausführlicher Bericht von Phil |
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Die 1. Etappe zum großen Ziel...Im Jahr `99 habe ich das erstemal einen Antrag, für eine Kostenübernahme
einer geschlechtsangleichenden OP gestellt, bei meiner damaligen KK (HEK). Nachdem ich ja nun Probleme mit der HEK hatte, entschloss ich mich dann,
die KK zu wechseln. Ich habe dann natürlich sehnsüchtig auf den Brief meiner KK gewartet. Als dann nach ein paar Wochen nichts kam, fing ich an bei der KK anzurufen, bzw. zu schreiben, um mal nachzuhaken, wie weit die mit dem Antrag sein. Anfang Feb.02 habe ich dann endlich ein Brief meiner KK bekommen, wo dann drinstand, das sie die Kosten für die OP übernehmen werden. Übers Internet habe ich von Dr. Kampmann gehört, und natürlich
nur gute Sachen, so stand es dann fest, das ich meine Mastektomie bei
ihn machen lassen will. Am Dienstag den 26.2. um 4:30 Uhr ging es dann hier los, eine lange Bahnfahrt
stand mir bevor. Um 9:50 Uhr bin ich dann endlich in Köln angekommen
und wie sollte es anders sein....... die Bahn Richtung Troisdorf hatte
Verspätung, aber..... trotz alle dem habe ich es noch geschafft,
so halbwegs pünktlich in St. Josef anzukommen. Nach dem Mittagessen ging es dann los, als erstes kam eine Ärztin, die fragte mich dann auch noch so einige Sachen und klärte mich so über die OP auf, dann ging es runter "zum Meister" ,zu Dr. Kampmann zum Gespräch, er war sehr nett und freundlich. Er wollte mir erzählen, wie die OP verlaufen wird, aber als ich ihm sagte, das ich den Bericht von Carsten im Net gelesen habe, sagte er nur, " na dann brauche ich ja nicht mehr viel sagen und auch keine Skizzen machen", denn der Bericht von Carsten wäre ja so gut, besser könne er das auch nicht beschreiben. Dann malte er mir noch das Schnittmuster auf den Warzenhof auf und machte Bilder, er sagte dann noch, das ich am Morgen als zweites dran kommen würde. Danach ging es dann gleich zur Anaestesistin, kurzes Gespräch und danach war dann erstmal alles soweit durch. Als ich dann wieder auf das Zimmer kam, war Philipp auch da, zwar war
er noch ziemlich benebelt, aber das gab sich mit der Zeit. Wir waren eine
nette Runde, wir hatten viel zu erzählen und es gab viel zu lachen. Am nächsten Morgen kamen die Schwestern zum Wecken, Aufregung kam
langsam in mir hoch, ich machte mich dann langsam fertig und schlüpfte
in mein OP-Gewand, totschickes Outfit'. Um ca. 9°° Uhr kam
die Schwestern um mich nach unten zu bringen in den OP, alles ging ziemlich
schnell, ehe ich mich versah, lag ich schon auf dem Tisch und ich wurde
auf die Narkose vorbereitet. Als sie die Maske über mich hielten,
wo ich tief durchatmen sollte, ging es ganz schnell und ich war im Land
der Träume. Am nächsten Tag war dann erst einmal Visite, große Vorführschau,
vor all den Ärzten, aber mein Verband blieb erst einmal dran, der
sollte erst ab, wenn die Dame vom Sanitätshaus kommen würde,
wegen dem Bolero. Am Nachmittag war es dann soweit, die nette Dame war
da und der Verband wurde abgemacht, voller Erwartung sah ich zu, wie sie
den Verband abmachte und im ersten Augenblick war großes Staunen
angesagt, denn die linke Brustseite war ziemlich dick, Philipp und Carsten
guckten auch nicht schlecht, aber die rechte Seite, sah sehr gut aus.
Gegen Abend kamen die Schwestern noch mal rein und ich bekam noch mal
einen strammen Verband, wegen des Blutergusses in der linken Brustseite.
Montag morgen war dann große Visite, mit dem Meister, der sagte
dann, das der letzte Schlauch auch gezogen werden kann und ich entlassen
werde könnte, denn der Rest würde sich von selber geben. Fr.
Dr. Ebert kam dann später, um mir den Schlauch zu ziehen und um noch
mal per Ultraschall auf die Brust zu schauen. Abends kam noch Carsten,
um sich zu verabschieden, da ich ja nun am nächsten Tag nach Hause
durfte, In Hamburg wurde ich dann vom Bahnhof, von Tati ,abgeholt, meiner Frau.
Es war ein freudiges Wiedersehn, nach einer Woche, das war eine lange
Zeit für uns. Als wir dann endlich zuhause waren, hatten wir viel
zu erzählen und ich habe erst mal das OP-Ergebnis präsentiert,
na ja erst einmal schaute sie nicht schlecht, wegen der lädierten
linken Seite, es war für sie ja nun auch etwas neues. Am Anfang waren
noch Berührungs- ängste da, aber das legte sich mit der Zeit.
Als ich dann am nächsten Tag zu meiner Hausärztin ging, schaute
sie erst einmal, da ich ihr nicht gesagt hatte, das ich unters Messer
komme, sie schaute erst skeptisch wegen der linken Seite, da es immer
noch etwas blutete und sie der Meinung war, das es nicht normal sei, ich
musste dann auch am nächsten Tag bei ihr auftauchen, weil sie es
beobachten wollte, aber da sagte sie nur, das ich ins Krankenhaus sollte,
damit die das da zu machen. Ich bin nicht ins Krankenhaus gegangen, ich
habe mich mit dem St. Josef noch mal in Verbindung gesetzt, und Fr. Dr.
Ebert rief mich an und meinte nur, das es sich wie schon gesagt, von selber
geben würde. Am Freitag hat es dann auch endlich aufgehört mit
Bluten, aber die Seite war immer noch ziemlich dick. Ich hab` erst einmal
weiter abgewartet, aber nach dem sich nun nach gut 3 Wochen (22.3.), keine
Verbesserung ergab, bin ich zum anderen Doc gegangen, da meine Ärztin
kein Ultraschall hat, damit sie mal per Ultraschall nachschauen sollte,
ob denn noch alles ok sei, aber die schaute nur drauf und meinte, das
ich lieber zum Chirurgen gehen sollte, um es evtl. punktieren zu lassen.
Sie rief auch gleich bei einen Chirurgen an und machte eine Überweisung
fertig. Ich bin dann gleich dort hingegangen, der Doc sah sich das an
und sagte, das es besser sei, wenn es punktiert wird. Er hat dann noch
gut 100ml Flüssigkeit ( alter Bluterguss und Lymphflüssigkeit)
rausgeholt und es war erstaunlich, die linke Seite war nun genau so flach
wie die rechte, war das ein tolles Gefühl. Der Doc meinte aber, das
es sein könnte, das sich erneut Flüssigkeit bilden könnte
und es noch mal punktiert werden müsse, aber das war mir in dem Augenblick
egal, da es ja nun kein Akt sei. Am 25.3. war ich dann noch mal bei dem
Doc, zur Kontrolle, es hat sich natürlich wieder etwas Flüssigkeit
in der linken Seite angesammelt, aber das war so gering, das es nicht
punktiert werden müsse, er meinte auch noch, das es nicht so gut
sei, es ständig zu punktieren, wegen der Infektionsgefahr, na ja,
wie gesagt, so doll war das ja auch nicht und eine richtige Männerbrust
ist ja nun auch nicht flach wie ein Brett. Ich muss zwar noch zum Doc,
zur Kontrolle, aber ich denke, so viel wird sich da auch nicht mehr tun. Nun warte ich auf die Dinge, die noch so auf mich zukommen könnten und warte sehnsüchtig auf meinen nächsten Termin in Troisdorf um auch Carsten und Co wieder zu sehen und natürlich die ganzen anderen netten Menschen im Krankenhaus (Schwestern, Ärzte und auch Kampi). Phil
Photos zu diesem Bericht findet Ihr im Schutzbereich unter Mastektomie Troisdorf 4 |