Der lange Weg zur Mastektomie

Teil 3- Die Hautmantelreduktion2

 

Troisdorf, die Dritte!

Ein Bericht von Philipp H./ Düsseldorf

Montag, 02.12.2002


Nachdem ich Dr. Kampmann erst vor 4 Wochen zur Begutachtung besuchte, war er über einen so kurzfristig erhaltenen Termin wohl überrascht. Hatten wir doch den Februar 2003 für möglich gehalten . . . Aber der Terminkalender bei Frau Kynast erlaubte mir diesen Termin, noch in diesem Jahr. Vorfreude ist ja die schönste Freude . . . ;-)
Nach der Anmeldung schreite ich gegen 9:30 Uhr auf Station 8 aus dem Fahrstuhl. Schon läuft alles wie im Film: kein Mensch zu sehen - außer Dr. Kampmann und einem weiteren Arzt. Das Gespräch verstummt, als Dr. Kampmann mich erblickt. Wie es sich für diese Uhrzeit gehört, werde ich von ihm mit einem: "Na, auch mal wieder hier..." begrüßt. ;-) Sehr schön! Auch die bekannten Gesichter des "flotten Bienen"- Stammes der 8A reagieren ähnlich: "Ach, der Herr Haagen. Na, wie geht`s denn so??" Näää, watt schön, willkommen zu Hause! ;-)
Noch während der Aufnahmeuntersuchung erhalte ich Order, sofort im Anschluß daran bereits zum persönlichen Gespräch bei Chefarzt Dr. Kampmann erscheinen. So - hatte er mich ja am Aufzug gesehen und will es lieber gleich hinter sich bringen, wie???!! Na, dann will ich ihm diesen Gefallen mal tun!! ;-) Auf der 1 melde ich mich hinter der Glastüre und visiere die Sitzmöglichkeiten vor dem Büro an, um mich in der Warteschlange hinten anzustellen. Jedoch werde ich direkt hinter die Glastür gelockt, ich solle erst mal hier Platz nehmen. Nach der gerade zuvor getätigten Blutabnahme presse ich noch immer den blutstoppenden Tupfer auf den angewinkelt gehaltenen Arm. Fürsorglich ersetzt Frau Kynast diesen Tupfer nun durch ein Pflaster. Da fliegt die Türe von Dr. Kampmanns Untersuchungszimmer auf und schon bin ich an Position 1 der Warteliste gerückt. Na, wenn ich halt gerade schon mal da bin . . . direkt mal durchgehen! Artig wie ich bin (Harhar!!) tue ich wie mir geheißen und begebe mich zum Anmalen und Fotoknipsen an die mir bekannte Stelle. Um auf den Bildern den Grund für die OP überhaupt erkennen zu können, ist diesmal gebeugte Haltung schwer angesagt. Wir besprechen detailliert die Besonderheiten für die OP: meine Position muss zur Erkennung der "Problemzone" absolut aufrecht sitzend, sowie die Arme hierbei anliegend sein. Jut, dass ich mich selber dabei nicht sehen kann - sieht sicher zum Schießen aus (wär ja vielleicht mal ein Grund . . ;-) )! Aber wie war das doch gleich: wer schön sein will, muss Leiden!
Auf Station treffe ich in Zimmer 810 kurz auf O., der heute entlassen wird. Schade, denn die paar Minuten, die wir zusammen verbrachten, waren schon very amused . . . Natürlich gönne ich ihm aber seine Entlassung und bin ihm beim Tragen seiner sieben Sachen behilflich. Wir wünschen einander alles Gute und es folgt die Fortsetzung des bekannten Ablaufs: Besuch bei der Anästhesie, Erhalt des "OP-Dress" und der "Ich-hau-Dich-so-was-von-wech"-Pille am Morgen des


Dienstag, 03.12.2002


Wie ich erfahren habe, soll ich heute der Dritte auf Dr. Kampmanns Liste sein. Gegen 7:30 Uhr sanftes "Aufsetzen auf Mutter Erde". Der Traum endet mit einem netten: "Guten Morgen, gut geschlafen?" Jou, dat hab ich wohl. Um 9:30 schlucke ich besagte "chemische Keule" und eine gute halbe Stunde später geht es "auf in den Kampf" - für mich in den Schlaf (der deutlich angenehmere Teil), für Dr. Kampmann an die Arbeit ... ;-)
An der Schleuse habe ich es diesmal eilig. Der Anästhesie-Kiosk öffnet sein Rollo und schon will ich die Seiten wechseln. Wär nur etwas blöd gewesen, so ohne die OP-Liege dahinter . . . Naja, es kam jedenfalls nicht zum päpstlichen Bodenknutsch-Kontakt, da ich zeitig von meinem Vorhaben abgehalten wurde (Danke!). Nachdem ich dann auf die (herangekarrte) Liege gewechselt habe, registriere ich die letzten Bilder im Fischaugenformat. Die Anästhesistin leitet die Narkose ein und unterbricht meine Berichterstattung für eine kurze Traumphase. Aber bitte bleiben Sie dran, es geht sofort weiter!!
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit! Benebelt nehme ich gegen 15 Uhr im Zimmer schwach zur Kenntnis, dass mein Oberkörper straff gewickelt ist und an den rechten Stellen geschnibbelt wurde. Schmerzen habe ich auch diesmal nicht - nur dieses Zwicken, Pieksen und einem Muskelkater ähnliches Ziehen. Wie immer also ... Ein kleines "Pümpchen" (mit Namen "Achwiesüß") lugt rechts unter dem Wickel hervor. Mein neuer Zimmergenosse D. fragt, wie`s mir geht. "Müde" ist meine schlappe Antwort, dann döse ich über die Frage nachdenkend, wer denn den alles verschwommen wirken lassenden weißen Rauch in unser Zimmer gelassen hat, wieder ein.
Pünktlich zum Abendbrot um 17 Uhr melde ich mich zurück. Cool, der komische weiße Nebel von vorhin scheint auch abgezogen zu sein; das Bild ist schon viiiiiel klarer!! ;-) Gut so. Mein trockener Hals freut sich über den warmen Tee, der prachtvoll dekorierte Obstteller ist nicht nur eine Wohltat für die Augen. Um mich diesem anzunehmen, richte ich meinen Oberkörper auf - und habe schlagartig Dr. Kampmanns Worte in den Ohren: " ... Sie werden merken, dass wird am Anfang schon was spannen da ..." Oh yes, Baby! Das tut es. Aber so soll es ja auch sein. Ich spüre, genau dort, wo die Fältchen ihren Platz gefunden hatten, wurde dieses Übel ausgebügelt. Das weckt die Spannung auf die Enthüllung am morgigen Tage . . .
19 Uhr, die Zeit der Ruhe ist all over: Carsten trudelt ein und für gute 2 Stunden heißt es bei uns mal wieder: "Seid zur Heiterkeit bereit"!!! ;-) Jedenfalls scheinen das die stets wohlgelaunten Schwestern gerade in diesem Zeitraum bei uns gesucht und gefunden zu haben . . . In diesen 2 Stunden waren wieder Sachen am Start . . . Kinder, Kinder, wo soll das noch hinführen!!!??? ;)
Insiderhinweis an Carsten: ein T-Shirt und einen Textilstift zum Beschreiben (für besagten Text) habe ich schon hier für Dich . . . . Oder: der Verlierer einer Wette flitzt damit einmal von der 1 auf die 8, über den Flur der 8A und wieder zurück auf die 1!!!! Haaa, das nenne ich eine Strafe!!!! ;-)


Mittwoch, 04.02.2002


Gegen 6:00 Uhr tritt heute der Weckdienst in Kraft. Während bei mir Routinechecks mit Blutabnahme, Blutdruck- und Fiebermessen durchgeführt werden, macht sich D. bereit zum Abtransport. 7:40 Uhr startet seine Fahrt mit dem Ziel "1.Stock, plastische Torsoverzierungsabteilung". Während ich meinen Frühstückskaffee genieße, hoffe ich für D., dass alles so klappt, wie er es sich wünscht . . . !
Gegen 9 Uhr erscheint Frau Strauch mit Team zur Visite und begutachtet den Wickel. Und auch dieses merkwürdige Anhängsel, bei dessen Präsentation als "Pumpe" die Worte "Achwiesüß" auftauchen. Nachdem sich alle Anwesenden vom ordnungsgemäßen Zustand des Patienten überzeugt haben, erfahre ich, dass der Verband gelöst wird, wenn mir ein neuer Bolero angepasst wird. Oky Doky. Vor Neugier platzend, knibbel ich am oberen Klebestreifen herum, kann ihn ein Stück lösen. Ich hebe die oberste Wicklung an, und erspähe die zweite Wicklung. Darunter die Dritte und erreiche gerade noch so die Vierte. Gespannt hebe ich diese mit den Fingerkuppen noch an - und sehe die Fünfte . . . :-( Tja, das war wohl nix!
D. wird gegen halb elf wieder auf seinen Parkplatz neben mir geschoben. Zwei Drainageflaschen sind ihm unterwegs wohl förmlich ans Herz gewachsen und auch ein kleines Pümpchen fühlt sich anscheinend bei ihm wohl. Während er seine Narkose ausschläft ist es um 11:15 Uhr soweit: der Verband muss (endlich) weichen!!! Frau Schallah springt das unter dem Wickel baumelnde "Pümpchen" ins Auge - wieder fangen meine Ohren die Wörtchen "Achwiesüß" auf.
Was sich dann unter meinen Augen quasi "entwickelt", ist einfach unglaublich!!! Glatte Haut auf Brustmuskulatur, zwei gleichgroße Warzenhöfe, die auf einer Höhe liegen und optisch den Abschluß des Muskels bilden. Darunter nicht mehr der Hauch von Hautfältchen oder sonst was. Ein schöner Übergang direkt über den Rest des Brustkorbes. Sofort muss ich meinen Blickwinkel ändern und dies vor`m Spiegel abchecken. Ich weiß nicht, w i e Dr. Kampmann das so praktisch umsetzen kann, was er vorher in der Theorie erklärt. Ich weiß auch gar nicht, ob ich das wirklich wissen will oder muss - ich sehe einfach nur, dass das, was und wie auch immer er da getan hat, ein kleines Meisterwerk ist. Mal wieder. Glasklar erkennbar, das dies der letzte Eingriff zur Mastektomie war. Da ist nix mehr dran zu verbessern. Wo denn auch?????? Also, Frau Strauch, notieren Sie: Patient vor Freude voll gestoked!!
Mein kleiner Freund, das Pümpchen "Achwiesüß", wird mich noch für weitere 24 Stunden begleiten. Dann muss auch dies Teil lernen, sich abzunabeln und alleine zurecht kommen - in der großen weiten Welt. ;-) Mit zwei neu erhaltenen Boleros ist zunächst die Telefonitis ausgebrochen und ich sause zum Münzfernsprecher, um meinen Leutchen die Lage kundzutun.
Anschließend begebe ich mich wieder in die Waagerechte, um dem Oberkörper noch etwas Entspannung zu gönnen. Nach dem Kaffeegenuss gegen 14 Uhr vertrete ich mir noch mal die Beine und tiger über die Flure. So allmählich entnarkotisiert sich D. und stellt fest, dass er ein "ganz schönes Ziehen" unter dem strammen Verband am Oberkörper hat. "Das war bei mir und anderen Kandidaten ganz genau so" kläre ich ihn auf. "Das wird mit der Zeit nachlassen, wirst sehen!" Das Abendbrot um 17 Uhr mit aufrechtem Oberkörper strengt ihn natürlich noch gut an. Aber nichts desto trotz ist er schnell wieder bei bester Laune und unsere Scherzerei wird gnadenlos fortgesetzt. Auf der Telefonanlage sind die Buttons zum aktivieren des Lichtes und der "Bettenalarm". Eine der lieben Schwestern deutet auf das rote Knöpfchen und meint: "Wenn was ist, dann melden Sie sich! Hier, der schlanke Scheißer, dat soll eine Schwester sein . . . " Allgemeine Heiterkeit!! ;-)
Bevor wir uns "TV Total" reinziehen, will D. wissen, ob man denn auch nach 21 Uhr noch was zwischen die Kiemen schieben kann. Also betätigt er den "schlanken-Scheißer"-Knopf und wir nehmen die Zeit ab. Keine Minute dauert es, bis er seine Bestellung aufgeben kann. Geliefert wird Brot mit Wurst, Käse, Butter, Marmelade, . . . eben, was sich so fand. Heavy! Dann stellt D. fest, dass sein Pümpchen randvoll gefüllt ist und dies ein weiterer Grund sei, die rote Taste erneut zu pushen. Eine Schwester entscheidet, die Ärztin hinzuzuziehen. Diese leert das Pümpchen und verkabelt es anschließend wieder. Dabei wird die Bezeichnung des Teils auch einleuchtend. D. weist mich nach Besuch der Ärztin schmunzelnd darauf hin, dass er seine Essensbestellung zuvor bei eben dieser Ärztin aufgegeben hatte - und nicht wie angenommen bei "einer Schwester". Wir halten das mal als "etwas krass" so fest und lachen über uns selber! ;-) Gegen 23:30 Uhr gehen dann bei uns die Lichter aus.


Donnerstag, 05.12.2002


Wir werden gegen 7:30 Uhr von den Schwestern mit einem fröhlichen "Guten Morgen!" begrüßt, welches wir gerne erwidern. Eine halbe Stunde später bekomme ich das Frühstück mit der Nachricht serviert, Dr. Kampmann habe gesagt, ich dürfe heute nach Hause. Dr. Kampmann? Den habe ich seit Montag nicht mehr gesehen, den guten Mann. Sofort erkundige ich mich nach seinem derzeitigen Aufenthaltsort. Dabei ist der so klar, wie der Himmel an diesem Morgen: im OP - wo sonst??! Naaa guuut! Dr. Kampmann; you can go, but you can not hide!!!!! ;-)
Kurz nach einverleiben der ersten Mahlzeit erscheint Frau Strauch zum Entfernen des Pümpchens "Achwiesüß". Tiiief einatmen, zack, raus ist der Schlauch. Jetzt noch einmal mit Ultraschall über das Schlachtfeld gefahren und schon gibt`s die Entlassungspapiere. Cool! Telefonisch informiere ich meinen Abholdienst: meine liebe Frau Mama wird sich auf den Weg machen, um sich meines Gepäckes anzunehmen. Nun brauche ich noch die wichtigste Info des Tages: ab wann kann ich wo Dr. Kampmann auflauern . . .??!! Ich bekomme den heißen Tipp, so ab der Mittagszeit unten vor seinem Büro in Wartestellung zu gehen. Ahh, apropos "seinem Büro" - da war ja noch was!! Hatte am Montag doch was für die netten Damen dort besorgt! Also, nix wie hin!! Tatsächlich habe ich Glück und treffe Frau Kynast an, die sich immer mit der Terminvergabe für mich belastet. Natürlich übergebe ich meine kleine Aufmerksamkeit aber dem gesamten Team des Büros (also auch Frau Waldecker), denn jeder gibt sich hier große Mühe für das Wohl der Patienten!! Da am morgigen Tage "Nikolaus" ist, gibt`s einen solchen aus Schokolade und eine kleine, weihnachtlich gestaltene Bastelei, die sogleich einen Platz zugeteilt bekommt. Weiter geht`s zum Sachen packen! Da auch D. seiner Entlassung entgegenfröhnt, beobachtet er diesen Vorgang mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Wir tauschen unsere Adressen aus, ich bekomme eines seiner coolen Tapes geschenkt (Danke nochmal!). Wir verbringen meine Wartezeit gemeinsam, mal auf dem Zimmer, mal begleite ich ihn in den Raucherraum. Dort begegnen wir auch meinem "Nachfolger" S., der D.'s neuer Zimmernachbar sein wird.
Gegen 10 vor 12 kündige ich D. an, mich mal vor Dr. Kampmanns Büro zu begeben. "Was willst Du eigentlich da?" möchte D. gerne wissen. "Mich verabschieden und ihn noch was fragen" sage ich kurz, denn ich weiß nicht, ob das wirklich alles so klappen wird, wie ich es mir wünsche. "Hm, " meint D. schmunzelnd, "wenn Du ihn nicht antriffst - kennst Du die Werbung: "Brauchen Sie eine Anwalt - dann schaun Sie doch mal in die Gelben Seiten" ..." Klar kenn ich die! Da rast der Typ schreiend in den Gerichtssaal, schmeißt sich den Paragraphenexperten mitten in der Verhandlung über die Schulter und macht sich mit ihm auf und davon! Diese Szene malen wir uns bezüglich Dr. Kampmann im OP aus und klopfen uns die Schenkel blutig vor lachen!!!!!!! ;-))))
Vor der Glastüre erwische ich erneut Frau Kynast, die mir rät, ab halb eins mit meiner Mum auf den Plätzen hier zu warten. Überglücklich empfange ich meine Mum gegen 12:15 Uhr in Zimmer 810, verabschiede mich von D. und S. und quartiere mich mit Mum auf der 1 ein. Wir sind ganz allein auf weiter Flur. Dr. Seinfeld taucht auf, ich frage ihn kurz nach "Eugen" (;-)) und verabschiede mich von ihm: "Bis zum nächsten Mal". Dann meint Mama plötzlich: "Da, ist er das nicht?" Ich drehe mich um, und sehe, wie Dr. Kampmann gerade die Glastüre hinter sich schließen will. "Ja, das ist er. Stop!" Ich springe aus der Ecke und Dr. Kampmann öffnet die Glastüre wieder und kommt entgegen. Ich stehe gerade vor ihm, da taucht meine Mama neben mir auf und stellt sich Dr. Kampmann vor. Dann klinke ich mich ein und unterwürfig gestehe ich, wie toll denn das Ergebnis sei. "Ich hab`s ja jetzt gar nicht mehr gesehen" erwidert Dr. Kampmann. "Möchten Sie denn noch mal schaun? Das sieht echt so klasse aus, vielen, vielen Dank!" sage ich. Im Büro erblicke ich angesichts dieser Situation strahlende Gesichter. Dr. Kampmann bittet mich in sein Zimmer und dort präsentiere ich ihm sein Ergebnis. "Ja," meint der Chef, "so ist das gut!" Das kann man wohl sagen!!! Für ein Foto darf ich dann gerne noch einmal kommen, wenn es weiter verheilt ist. Juhuu - ich habe wieder einen Grund, hierher kommen zu dürfen!! Nach ein paar netten Worten verlasse ich freudetaumelnd das St. Josef-Hospital in Troisdorf - eben bis zum nächsten Mal!!!


Philipp H.
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