Besuch in Berlin
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Ein gemeinsamer Kurzurlaub
Die Geburtstagsfeier von Carsten
Das Kennenlernen der Stadt Berlin
Diese Ereignisse ließen sich gut mit einem Besuch des damaligen
Berliner IdentX und dessen Stammtisch am 17.08.01 verbinden. Die Vorbereitungen
rollten an, die Berliner Köpfe des "IdentX", die Herren
F. und P., hatten für uns ein Quartier besorgt und hießen uns
in Berlin für diesen Zeitraum willkommen.
Somit startete eine eigentlich völlig unorganisierte, abenteuerliche aber gigantische Aktion, die wir alle so schnell nicht vergessen werden.
So begann die Reise.
Aus NRW reisten an:
Christina & Louis aus Duisburg mit dem Auto
Nicki aus Bonn mit dem Flugzeug
Carsten aus Bonn mit der Bahn
Ralf aus Köln mit der Bahn
Aus Sachsen Anhalt reiste an:
Stephan mit Frau und Kind mit der Bahn
Und aus Wien angereist:
Sascha mit dem Auto
Christina und Louis setzten sich schon am 15. August im Laufe des Tages
mit ihrem voll gepackten Auto in Bewegung . Campingerfahren wie die beiden
sind, hatten sie in weiser Voraussicht einige Dinge mehr eingepackt, weil
niemand so genau wusste, was uns dort in Berlin erwartete.
Nicki wurde am 16. August am späten Vormittag von ihrem Vater zum
Flughafen Köln/ Bonn gebracht. Hier sei erwähnt, das der Flug
wesentlich billiger war als die Bahnfahrt !!!
Ralf und ich ( Carsten) gelangten Dank grüner Uniform am 16. August
nachmittags gratis mit dem ICE nach Berlin.
Sascha sollte dann am 17.08. in Berlin eintreffen und Stephan würden
wir erst am 18.08. gegen Nachmittag an Bahnhof Zoo in Empfang nehmen.
Wer aber nun wann genau wo ankommt, und wie es mit der Unterbringung und der Organisation ausschaute, wusste zunächst keiner. Da Christina und Louis zuerst die Örtlichkeiten begutachten konnten und die beiden über viel Geschick und Organisationstalent verfügen, übernahmen sie Gott sei Dank die genauere Planung .
Uns erreichte uns per Handy noch vor der Abfahrt hier in Bonn/ Köln
ein Notsignal:
Wir wären zwar Dank P. alle zusammen in einem Raum untergebracht,
aber es handele sich um eine DLRG Unterkunft , eine Art Büro in Berlin-
Zehlendorf. Integriert war das Heim in eine alte Schule, einen typischen
Altbau. Es gäbe keine Dusche, nur eine behelfsmäßige Küche,
keinen Kühlschrank und nur eine Toilette. Die von P. beim THW noch
kurzfristig besorgten Holz - Klappbetten seien aufgrund ihrer "knarrigen
" Nebengeräusche keinem zuzumuten und daher leider unnütz.
Wir sollten also außer dem Schlafsack noch an eine Isomatte und
Waschlappen denken. Alles andere ließe sich dort vor Ort regeln.
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Nachdem P. sich am 16.08. von Christina und Louis verabschiedet hatte,
waren sie in besagtem DLRG Heim auf sich allein gestellt.
Louis und Christina kümmerten sich dann auch darum, dass Nicki vom
Flughafen Tegel abgeholt wurde und den Weg zur Unterkunft fand. Hierbei
übten sich alle drei schon einmal im Fortbewegen per Bus und Bahn
in einer großen fremden Stadt. Ralf und ich sollten am späten
Abend am Bahnhof Zoo ankommen. Das geschah dann auch. Allerdings gab es
keine Möglichkeit, mit der Bahn auch nur annähernd die Nähe
der DLRG Unterkunft zu kommen...zumindest nicht zu solch später Stunde.
P. hatte uns noch per Handy mitgeteilt, dass wir ein "Würfeltaxi"
bevorzugen sollten. Was um alle Welt war ein "Würfeltaxi"
??? Da standen wir nun in unserer grünen Kutte mitten in Berlin.
Und ich sagte noch zu Ralf :" Wir Grüne vom Bahnhof Zoo".
Genau betrachteten wir die Taxis, die sich in Massen vor dem Bahnhof stauten.
Nach einiger Zeit fiel uns ein gelbes Stück Schaumstoff an Antennen
einiger Taxen auf, welches man als Würfel interpretieren könnte.
Betrachtete man diese Wagen genauer, sah man zudem noch einen ebenso gelben
Würfel in der Frontscheibe kleben. Das mussten also die besagten
Würfeltaxis sein. Um ganz sicher zu gehen, fragte ich lieber noch
einmal nach. Wir lagen richtig. Der Taxifahrer kutschierte uns durch halb
Berlin. Zweimal musste er in die Karte schauen, weil ihm unser Reiseziel
gänzlich unbekannt war. Dann erreichten wir eine sehr einsame Gegend.
Die Hausnummer der Schule war schon verrostet. Das Schulgebäude war
von einem alten rostigen Zaun umgeben. Wir stiegen aus, löhnten DM
30,- und standen alleine in einer scheinbar verlassenen Alleenstrasse
irgendwo in Berlin.
Ralf zückte sein Handy. Es dauerte einige Zeit, bis Nicki ans Telefon
ging. Schnell war das Telefonat wieder beendet. Ralf zuckte mit den Achseln
und sagte, das er nun hoffe, dass uns jemand den Zutritt zu dieser Schule
ermöglichen würde. Nicki hatte wohl im Halbschlaf das Telefonat
angenommen und dementsprechend wirres Zeug geredet.
Wieder ungeduldiges Warten. Ich kam mir vor, als stände ich vor dem
Eingang eines Friedhofes: Die großen Tore waren verrostet und es
roch sogar nach Friedhof. Die Gegend war auch so verdächtig still.
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Endlich erblickte man oben im Dachstuhl den Kegel einer Taschenlampe, der sich wankend von Dachfenster zu Dachfenster bewegte. Plötzlich war das Obergeschoss hell erleuchtet: jemand hatte den Lichtschalter gefunden. Einige Minuten später kam dann Louis wie aus dem Nichts und nahm uns an dem großen verrosteten Tor in Empfang. Den Eingang in das Gebäude hätten wir selber nie gefunden. Wir schlängelten uns das enge Treppenhaus hinauf und erreichten am Ende auch das Dachgeschoss, welches für die nächsten Nächte unser Quartier werden sollte: die Räumlichkeiten des DLRG.
Als wir uns vor Ort dann endlich sortiert hatten, fiel uns auf, dass ich
ja schon Geburtstag habe. Wir fielen uns wechselweise um den Hals, mir
wurde innigst und herzlichst zum Wiegenfeste gratuliert und ein Liedchen
vorgetragen.
Wir setzten dann, nach Abklärung wie der nächste Tag in etwa aussehen sollte, die unterbrochene Nachtruhe fort.
Als ich wach wurde, sehe ich Christina, Louis und Ralf schon herumwirbeln.
Nicki raschelte beim "Bettmachen" mit ihrem Schlafsack. Dann
wurde ein Bäcker "überfallen" und diverse Frühstücksutensilien
besorgt. Während ich doch beträchtliche Zeit zum Wachwerden
benötigte, organisierten sie alles Erdenkliche, so dass anschließend
auf zusammen gestellten
Schreibtischen eine herrliche Frühstückstafel entsteht.
Wir frühstückten in aller Ruhe und planten nun den konkreten Tagesablauf: Ein Besuch in der City nebst Reichstagsbesichtigung, Aufklärung der Berliner Currywurst - Geschichte, das In-Empfang-nehmen von Sascha aus Wien und natürlich der Besuch beim Berliner Stammtisch. Aber zunächst war wichtig zu wissen, WO wir hier überhaupt waren. Schnell war der Stadtplan rausgekramt und die Übersicht gewonnen.
Nach dem gemeinsamen Ab- und Aufräumen beschlossen wir, unsere Pläne
via Pes, Bus und Bahn in die Tat umzusetzen.
Angekommen im Herzen von Berlin erstürmten wir unter anderem das
bekannte KaDeWe. Meine Güte, war das ein Wahnsinns-Geschäft.
Abgesehen von der unvorstellbaren Größe wurde man vom Warenangebot
praktisch erschlagen. Wir erinnerten uns, dass uns noch die Butter für
das nächste Frühstück fehlte und wollten diese auch gleich
hier erwerben. Nach einer schier unendlichen Suche in der Lebensmittelabteilung
waren wir völlig erledigt, bis wir endlich fündig wurden:
Zwischen Verkauftheken und Regalen waren kleine Restaurants integriert,
wo die Leute an Theken speisen konnten. So etwas wie einen "Wegweiser"
zur Butter gab es nicht. Wir müssen einen sehr desorientierten Eindruck
gemacht haben, zumindest wurde Louis auf einmal von einer sehr vornehm
und edel aussehenden und durchaus charmanten Dame angesprochen: Was wir
denn suchen würden, fragte sie. Sie sah uns sechs mit Rucksäcken
bepackten und völlig gestressten Touristen dabei flüchtig dabei
an. Louis antwortete ihr, dass wir schon seit fast einer Stunde in der
Lebensmittelabteilung vergeblich nach Butter suchen würden. Sie lächelte
und nannte in sehr gewählten Worten markante Punkte, gestikulierte
dabei sanft und anmutig mit den Händen und wies uns auf diese Weise
den Weg zur Butter : "gleich neben dem Champagner xy...". Whow....diese
Frau hatte Stil. Wir versuchten der Beschreibung zu folgen, landeten aber
schon wieder irgendwo anders. Da kam uns noch einmal die charmante Dame
zur Hilfe, die zufällig unseren Weg kreuzte, sie gab uns letzte Tipps..."..sonst
fragen Sie nach dem Expressaufzug, es gibt hier nur einen davon...".
Letztlich fanden wir nun die Butter und waren froh, als wir im Anschluss
wieder den Ausgang erreichen.
Wer geht auch schon nur um ein Stück Butter zu kaufen ins KaDeWe?!
Jetzt stand der Reichstag auf dem Programm. Dort angekommen wurden wir
von einer Schlange Touristen fast erschlagen, die geduldig in einer langen
Schlange vor dem Reichstag auf Einlaß warteten. Wir beschlossen,
uns nicht dort anzustellen sondern genossen statt dessen die herrliche
Sonne und machten es uns auf dem Vorplatz gemütlich. Plötzlich
klingelte ein Handy und Christina teilte uns mit : Sascha ante portas!
Wir machten uns auf zur Straße des 17. Juni, um "unseren"
Wiener Sascha irgendwo dort in Empfang zu nehmen.
Angekommen an der Straße des 17 . Juni, die direkt auf das Brandenburger
Tor zuführt, bemerkten wir, das diese Straße doch recht breit,
mehrspurig und unübersichtlich ist. Wie sollten wir Sascha bei diesem
Verkehr finden?!
Schnell teilten wir uns auf: Louis und ich stellten uns mitten auf eine
schmale Verkehrsinsel (die eigentlich nicht für Fußgänger
gedacht ist )und hatten so beide Fahrtrichtungen im Blick, bzw. die vorbeikommenden
Autos konnten uns unschwer übersehen ( das muß sehr lustig
ausgesehen haben...) die anderen verteilten sich auf beide Seiten. Wir
wussten ja nicht einmal, aus welcher Richtung Sascha kommen würde,
geschweige denn, wann er überhaupt anrauscht!!!
Aber es klappte hervorragend, wir "fanden" uns.
Nach einer herzlichen Begrüßung zwängten wir uns allesamt
in Saschas Auto und fuhren in ein Parkhaus in der Nähe des Bahnhof
"Zoo".
Die Geschichte der Currywurst galt es nun auf die Spur zu kommen:
Ich steuerte dazu die Bahnpolizeiwache am Bhf. Zoo an und lies mich in
die Geheimnisse und Örtlichkeiten der Currywurst einweisen.
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Wir müssen nach Pankow zu "Konoppke". Da kommt sie her, die echte Berliner Currywurst! Da wir natürlich ein mehrtägiges S - Bahn Ticket gelöst hatten, schwangen wir uns in die S - Bahn und wunderten uns während der Fahrt, wie groß Berlin ist, bzw. wie weit außerhalb Pankow liegt. Irgendwann kamen wir tatsächlich bei Konnopkes Currywurstbude an: Eine unscheinbare Würstchenbude unter einer Straßenbahnüberführung. Wir waren spät, die Pommes sind aus. Die nette Dame war verwundert:
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Wer fährt schon nur für eine Currywurst nach Pankow?!
Aber es gelang uns, die restlichen - wirklich wohlschmeckenden - Currywürste zu erwerben und zu verspeisen. Nach unserem "Überfall" schloß die Würstchenbude mangels Waren.
Auf der Rückreise in der S - Bahn klingelte erneut Christinas Handy: F. war am Apparat und wollte uns mitteilen, dass er am Abend nicht am Stammtisch teilnehmen wolle, weil es ihm nicht gut ginge. P. würde dann wohl auch nicht erscheinen. Wir waren enttäuscht. Das Handy ging von Hand zu Hand. Jeder wollte F. sprechen. Dann will P. doch - extra für uns - beim Stammtisch erscheinen. Sascha riß stocksauer das Handy an sich und brüllte - nicht nur wegen der Lautstärke im Zug- mit seinem Wiener Dialekt , das er 1000 km gefahren sei, um F. kennen zu lernen und das F. nun gefälligst dafür, wenn auch kurz , am Stammtisch zu erscheinen habe. Letztendlich wussten wir zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht, ob F. und P. auftauchen würden. Wir hofften es einfach mal.
Wegen der zu großen Anzahl an Personen fuhren Ralf und ich im Anschluss weiter mit der Bahn in Richtung Unterkunft, während die anderen diesen Weg ab dem Bahnhof Zoo mit Saschas Auto zurücklegten. Dort wollten wir dann noch ein abendliches Mahl einnehmen und wegen meines Geburtstages leckeren Wein genießen. Sascha hatte außer seiner Gitarre auch noch echtes Wiener Bier mitgebracht. Das waren die besten Vorraussetzungen für einen gemütlichen Abend ( ...und wie gemütlich! *schwärm* ).
Aber da war doch noch was...?!
Ach ja...richtig, der Berliner Stammtisch! ( deshalb waren wir ja eigentlich
hier *g* ? )
Es war recht spät geworden und uns ist klar, das wir niemals pünktlich
am Stammtisch eintreffen würden. Nichts desto trotz setzten wir uns
zu späterer Stunde noch per Bus und Bahn von Zehlendorf nach Kreuzberg
in Bewegung.
Dann kam plötzlich ein Anruf von P., wo wir denn blieben?
P. beschrieb uns noch einmal den genauen Fußweg von der S - Bahn
Station zu den Räumlichkeiten des LSVD, in denen die muntere Stammtischrunde
stattfindet. Als wir uns ca. 100 m von eben diesen Räumlichkeiten
befanden, begrüßte uns P. an einer Straßenecke und wies
uns mit einer großen Rainbow - Flagge persönlich den Weg.
Als wir aufgekratzt den Raum betraten, sahen wir einige TM´s und
ein paar Mädels. Schweigen im Raume. Wir begrüßten alle
Anwesenden - zum Erstaunen der Berliner - mit Handschlag und nahmen am
Tisch Platz. Es war eigentlich noch genügend Zeit zum Reden, aber
uns fiel auf, das man gezielt das Gespräch suchen musste.
F. war zu unserem Erstaunen doch anwesend, verkroch sich aber nach einiger
Zeit in die Toilettenräume. .. . Wahrscheinlich machten wir insgesamt
einen seltsamen Eindruck
Ich folgte ihm und stieß hier auch auf D., dem nach der Mastektomie
die Brustwarzen abgefault sind. Ich hob mein T - Shirt, um Kampmanns Zwischenergebnis
zu präsentieren. Man(n) redete so über das ein oder andere.
Irgendwie, so schien mir, waren wir anders.
Dann überraschte man mich mit einer "schweinischen Aktion" noch einmal zu meinem Geburtstag. Es war wirklich schön.
Als wir wenig später einen tierischen Hungeranfall bekamen, verwies man uns auf eine Dönerbude, die ca. 150 m entfernt war. Wir fragten in die Runde, ob noch jemand Hunger verspürt. Nur K. "erbarmte" sich unser. Aber hierbei hatten wir die Gelegenheit, K. besser kennen zu lernen. Die Dame von der Döner Bude war, nachdem wir sie über unsere jeweilige Herkunft informiert hatten, verwirrt.
Wer fährt schon wegen einem Döner nach Berlin Kreuzberg?!
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Schnell machten wir noch ein paar Fotos. Der Döner schmeckte vorzüglich,
und wir schlenderten anschließend mit gefülltem Magen zurück
zum Stammtisch. Dort war inzwischen Aufbruchstimmung ausgebrochen. Die
Hälfte war schon verschwunden, der Rest wollte im Anschluss zu einer
nah gelegene Kneipe pilgern. Dort - so versicherte man uns - würden
TM ´s akzeptiert und ganz nebenbei könne man dort auch dem
Billard-Spiel frönen. Louis versuchte sich zwischendurch - der Lage
angepasst - noch als Bettler und bat um Kleingeld. Ich muss dazu sagen,
dass es nicht wirklich seine Rolle ist. Wir erbarmten uns dann aber doch,
ihm ein paar Groschen in die Basecap zu legen.
Da wir noch überhaupt nicht müde waren, schlossen wir uns den
Kneipen - Pilgern an. Dort angekommen, nahmen wir noch ein paar Getränke
zu uns. Stimmung kam hier aber leider nicht mehr auf. Einige verschwanden
in die Kneipe zum Billardspiel, der andere Teil harrte vor der Kneipe
am Tisch mit uns aus.
Wir bestellten uns ein Großraumtaxi und verschwanden in unsere Unterkunft,
wo wir dann im Anschluss noch richtig gemütlich und zünftig
bis in die frühen Morgenstunden feierten.
Nach dem Frühstück pilgerten wir wieder in die Stadt. Wir traffen uns am Bahnhof Zoo mit Stefan ( aus Sachsen - Anhalt ), seiner Freundin und Sohn in einer Kneipe. Sascha trank hier seinen ersten Kaffee und war gleich viel glücklicher. Wieder hatten wir viel zu lachen. Nach einer anschließenden Stadtbesichtigung besuchten wir noch einen Trödelmarkt. Wir schrieben den 18. August und am morgigen Tag würden wir in aller Frühe die Rückreise antreten. Nachdem wir uns von Stefan und Familie herzlich verabschiedet hatten, bereiteten wir uns in unserer Unterkunft schon mal grob auf die Abreise vor. Wir hatten nicht viel geschlafen in den letzten Nächten und versanken schon recht früh in einen gesegneten Schlaf.
Am nächsten Morgen wurde noch einmal ausgiebig und gemütlich
gefrühstückt. Danach wurde aufgeräumt, gesaugt, geputzt
und der Müll entsorgt. Schließlich wollten wir alles ordentlich
hinterlassen. Wir versammelten uns vor dem Gebäude, hier war ein
Spielplatz. Na, wenn das keine Herausforderung war: Wir fühlten uns
in Kinderzeiten zurückversetzt und buddelten im Sand, kletterten
auf einem Klettergerüst herum und spielten Fußball mit einem
platten Ball, den wir in den Büschen gefunden hatten.
Schließlich fertigten wir per Selbstauslöser noch schnell ein
Gruppenfoto, bei dem wir alle auf dem Klettergerüst Platz nahmen.
Irgendwann kam P. dann mit dem Taxi angefahren. Wir übergaben ihm
die Schlüssel und bedankten uns noch einmal für die Unterkunft.
Nun traten wir alle die Heimreise an.
Wir waren einer Einladung von einigen Berliner TM ´s nach Berlin
gefolgt.
Eigentlich hatten wir mehr Betreuung durch die Berliner TM´s erwartet,
schließlich wollte man sich ja näher kennen lernen.
Dass wir in dieser weit abgelegenen DLRG Unterkunft völlig auf uns
allein gestellt waren und nur zum Stammtisch mal ein paar TM ´s
zu Gesicht bekamen, wusste vorher keiner von uns. Man war an uns scheinbar
nicht wirklich interessiert...
Da wir ein so "munterer Haufen" sind, haben wir das Beste aus
der Situation gemacht und untereinander feste Freundschaften geschlossen
( ...ein Besuch in Wien ist Dank Sascha schon gebucht ...*g*)
Letztendlich sind wir sehr FROH darüber, das alles so gelaufen ist.
Es ist ein - sehr lehrreiches - und wunderbares Ereignis gewesen, welches
so schnell nicht aus unseren Köpfen verschwinden wird!!!